Gesundheitsministerin Müller besucht Krankenhaus Spremberg
Neue, vom Land geförderte Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb genommen
- Erschienen am - PresemitteilungEin Grundversorger mit 216 Planbetten inklusive Tagesklinikplätze für das südliche Brandenburg: Gesundheitsministerin Britta Müller hat am heutigen Freitag die Reihe ihrer Klinikbesuche mit einer Visite des Krankenhauses Spremberg fortgesetzt. Im Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern der Einrichtung sowie mit der Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier informierte sie sich über getroffene und geplante Maßnahmen, die aktuelle Situation sowie die Umstrukturierungen im Zuge der Umsetzung der Krankenhausreform. Bei ihrem Besuch nahm sie symbolisch die vom Gesundheitsministerium geförderte Photovoltaikanlage in Betrieb. Die Ministerin würdigte die Anstrengungen des Krankenhauses, sich zukunftsfest aufzustellen.
Gesundheitsministerin Britta Müller: „Hier in Spremberg sehen wir exemplarisch, vor welche Herausforderungen der demografische Wandel die medizinische Versorgung in einem Flächenland wie Brandenburg stellt – und zugleich, wie man die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft stellen kann. Unser Ziel, die ambulante Versorgung gegenüber der stationären zu stärken, wo immer es sinnvoll ist, wird hier umgesetzt, zum Beispiel im Bereich der somatischen Versorgung und durch die Planung eines ambulanten OP-Zentrums. Darüber hinaus wird die Grundversorgung am Standort gestärkt, was vor allem die Kerndisziplinen Innere Medizin und Chirurgie betrifft. Damit schafft das Krankenhaus Spremberg die Basis für eine zugleich wirtschaftliche und versorgungstechnisch sinnvolle Ausrichtung zum Wohle der Patientinnen und Patienten im Südosten Brandenburgs.“
Tobias Grundmann, Geschäftsführer Krankenhaus Spremberg: „Wir freuen uns sehr, die Gesundheitsministerin Frau Müller in Spremberg begrüßen zu dürfen. Zugleich sind wir stolz aufzeigen zu können, welche Entwicklungen es in unserer Klinik in den vergangenen Jahren gegeben hat. All unsere Bestrebungen münden in dem Ziel, das Krankenhaus Spremberg noch zukunftssicherer aufzustellen und so entsprechend die umfassende Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum sicherzustellen.“
Das Krankenhaus Spremberg befindet sich in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Spremberg/Grodk und des Fördervereins Krankenhaus Spremberg e.V. Es handelt sich um ein Krankenhaus der Grundversorgung, insbesondere für die Bevölkerung des südlichen Spree-Neiße-Kreises. Das Krankenhaus verfügt über Fachabteilungen für Innere Medizin und Chirurgie, für Anästhesie und Intensivmedizin, für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Gynäkologie. Es betreibt derzeit insgesamt 165 vollstationäre Betten sowie drei Tageskliniken für Psychiatrie und Psychotherapie an den Standorten Spremberg, Guben und Forst mit insgesamt 51 Tagesklinikplätzen.
Das im September 2022 beantragte Schutzschirmverfahren in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Cottbus wurde – auch mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums – im Juni 2023 durch Beschluss erfolgreich beendet. Ein Restrukturierungs- und Sanierungsplan wurde entwickelt, um das Haus nachhaltig und zukunftsfähig aufzustellen. Dabei wurden vier zentrale Elemente bestimmt. Dazu gehört der Aufbau einer Basisnotfallversorgung nach dem Modell der Integrierten Notfallzentren (INZ). Weiterhin steht für die Diagnostik ein Diagnostikzentrum bereit, welches die Infrastruktur des Hauses nutzt. Die Ambulantisierung von Leistungen bildet das dritte Element: Zum einen sollen stationäre Leistungen zusammengeführt und sukzessive abgebaut werden, zum anderen wird das ambulante Leistungsspektrum kontinuierlich ausgebaut. Als vierte Säule sollen gesundheitsnahe Versorgungsangebote Dritter am Standort integriert werden.
Weitere geplante Schritte auf dem Weg zu einem wirtschaftlich zukunftsfähigen Krankenhaus sind beispielsweise die Gründung eines weiteren Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) im Stadtkern von Spremberg sowie eine stationäre und teilstationäre Schmerztherapie. Darüber hinaus strebt die Klinik die Implementierung ambulanter Behandlungsfelder, wie der Schulter-, Hand- und Fußchirurgie, an.
Rund 1,5 Millionen Euro erhielt das Krankenhaus Spremberg aus den Mitteln des „Brandenburg-Pakets“. Mit dem Geld wurde neben weiteren energetischen Sanierungen unter anderem eine Photovoltaikanlage angeschafft, mit deren Hilfe rund 15 Prozent des Energieverbrauchs eingespart werden konnte. Daneben verfolgt das Krankenhaus weitere Vorhaben zur energetischen Sanierung des Standortes.